Stollensprengung

Robert Kauffeld

Sprengung des Denkmalstollens

Der Krieg war zu Ende, überall waren noch lange Zeit Spuren der unheilvollen Jahre zu sehen, wie die unterirdische Stollenanlage unter dem Kaiser-Wilhelm-Denkmal, in dem Kriegsmaterial produziert worden war.

Es dauerte noch ein Jahr, bis am 23.April 1946, um 15:30 Uhr, eine riesige schwarze Rauchwolke vor dem Denkmal zum Himmel stieg und der Detonationsknall mehrerer Tonnen Sprengstoff die zahlreichen Zuschauer erschreckte, die weitab in den Weserwiesen das Schauspiel beobachteten. Die vordere Front der Stollenanlage war von britischen Truppen gesprengt worden. Große Teile Barkhausens waren vorher geräumt worden. Alle Fenster mussten geöffnet werden, auch in Hausberge und Neesen. Trotzdem gingen Fensterscheiben zu Bruch und manches Haus verlor Dachpfannen. Aber – und das war den Barkhausern wichtig: Das Denkmal stand! Doch wie sehr es gefährdet war, konnte man noch lange sehen, denn ein großer Teil des Vorplatzes war nach unten gestürzt. Die Sandsteinmauer an beiden Seiten blieb stehen und zeigte den früheren Verlauf des halbrunden viel größeren Platzes. Unten, wo früher einmal der Eingang zum Stollen war, liegen heute klobige Felsbrocken und Geröllmassen, ein guter Hintergrund für die Zielscheiben des Barkhauser Schützenvereins.

Eine ausführliche Darstellung der Sprengung des Denkmalstollens wird im eigens produzierten Video gezeigt.

Wie leicht die Ereignisse jener Tage den Zusammenbruch des Denkmales  und der unterhalb des Hanges befindlichen Gebäude wie des Kaiserhofs mit sich hätten bringen können, wird beschrieben über diesen Link.