Eisenbahn

Bahnhof Porta

Wenn die Barkhauser Bürger mit der Eisenbahn fahren wollten, mussten sie entweder den Bahnhof in Minden aufsuchen oder die Weser überqueren, um den auf der rechten Weserseite liegenden Bahnhof Porta zu erreichen. Mit der Fertigstellung der privaten Köln-Mindener Eisenbahn im Jahre 1847 – damals noch zweigleisig – wurde auch der erste Bahnhof Porta erbaut.

Das Gebäude wurde im normannischen Stil gebaut, besaß einen dreigeschossigen, polygonalen Turm und wirkte eher wie ein Schlösschen als wie ein Bahnhof.

Im Jahre 1913 wurde die Strecke vierspurig ausgebaut und ein neuer Bahnhof errichtet. Das alte Bahnhofsgebäude blieb bis 1953 erhalten, bis es im Zuge des neuen Weserbrückenbaus abgerissen wurde.

Am 20. Januar 1944 kam es zu einem schweren Zugunglück im Bahnhof Porta. Kurz nach Durchfahrt durch den Bahnhof hielt der Schnellzug Köln–Berlin aufgrund einer Notbremsung. Der nachfolgende Zug hatte vom Fahrdienstleiter des Bahnhofs bereits die Erlaubnis zur Einfahrt erhalten, wodurch es zum Zusammenprall der Züge kam. Bei dem Unglück kamen 79 Menschen ums Leben, es gab 64 Verletzte.

1984 erfolgte die Umbenennung des Bahnhofs Porta in die heutige Bezeichnung Porta Westfalica.